ReformationsTour 2017

Wittenberg

Während der zweiten Verhandlungsrunde für ein Atomwaffenverbot in New York war die Pacemakers ReformationsTour der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Baden-Württemberg vom 29. Juni bis 1. Juli unterwegs durch fünf Bundesländer. Bis zu 35 Radsportler waren bei der schnellsten und längsten dreitägigen Friedensdemonstration der Welt Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen dabei. 690 km und ca. 6.700 Höhenmetern waren dabei zu bewältigen. Das Peloton wurde in weiten Teilen von der Polizei abgesichert.

Als Botschafter für (nukleare) Abrüstung machte die Friedensfahrt auf die bis 7. Juli laufenden Verhandlungen für ein Atomwaffenverbot aufmerksam – und auf die Weigerung Deutschlands an den Verhandlungen teilzunehmen. Insbesondere in Bretten, Würzburg, Eisenach, Erfurt, Buttelstedt, Halle, Eisleben, Köthen, Dessau und zum Abschluss in Wittenberg wurde die Gruppe herzlichst, liebevoll und kreativ empfangen. In Wittenberg kam es erst auf der Marktplatzbühne und später vor der Schlosskirche zu einem krönenden Abschluss – genau dort, wo Luther die 95 Thesen anschlug. Und so ist es heute Zeit für eine neue Reformation: die Überwindung von Krieg, Rüstung und Militär, Hass und Gewalt durch Toleranz, Abrüstung und eine Kultur des Friedens. Die Fahrt bleibt für alle Beteiligten ein unvergessliches Friedenserlebnis.

Die vielen Ermutigungen während der Fahrt sind hilfreich für das weitere Engagement der DFG-VK und vieler weiterer zivilgesellschaftliche Akteure wie die Mayors for Peace. Denn am 7. Juli wurde ein Atomwaffenverbot von 122 Staaten an der UNO in New York beschlossen. Ein historischer Moment für die Menschheit. Zeitgleich zum 6. Flaggentag der Mayors for Peace, an dem sich bis zu 240 Städte in Deutschland beteiligten, um für eine atomwaffenfreie Welt einzutreten. Jetzt gilt es, die Ächtung dieser Massenvernichtungswaffen wirksam werden zu lassen.