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Einen in vielfältiger Sicht unvergesslichen Tag erlebten am 6. August 140 Radsportler mit dem 7. Pacemakers-Radmarathon für eine atomwaffenfreie Welt. Auf ihrem 344 km langen Weg von Bretten über Heilbronn, Mannheim, Kaiserslautern, Ramstein, Neustadt/Weinstraße zurück nach Bretten begleitete sie im wahrsten Sinne des Wortes Licht und Schatten. Vom Start um 6 Uhr bis zum frühen Nachmittag wurde der von der Polizei sehr gut begleitete Peloton von der Sonne verwöhnt. Ab dem Zwischenstop an der US.Air Base Ramstein bis zur Ankunft um 21 Uhr 45 in Bretten mussten die Radsportler mit insgesamt etwa zweistündigen, intensivem Dauerregen und Gewitter zurechtkommen. Selbst eine kurzzeitig durch Schlamm unpassierbar gemachte Straße wurde erfolgreich überwunden – alles im dauerhaften Einsatz zur Erinnerung an den Atombombenabwurf vor 66 Jahren auf Hiroshima, bei dem 100.000 Menschen sofort getötet wurden. Völlig durchnässt und entkräftet in Bretten am Abend angekommen, wurde die im Anschluss daran geplante Nachtfahrt XXL über Pforzheim, Haigerloch (Atombombenforschung im 2. Weltkrieg), die US-Militärzentrale EUCOM in Stuttgart zurück nach Bretten mit weiteren 221 km aus Sicherheitsgründen abgesagt.
Die Radfahrer haben sich mit großem persönlichen Einsatz für atomare Abrüstung eingesetzt. Die Qual dieser Tour haben sie gerade auch unter diesen sehr schwierigen Bedingungen trotzdem gerne auf sich genommen – angesichts der Leiden, die die Opfer von Krieg und Gewalt, von Armut und Hunger tagtäglich erfahren, ganz zu schweigen von den Opfern der Atombombenabwürfe 1945. Der Pacemakers-Radmarathon ist daher auch Ausdruck einer gelebten Solidarität und der Hoffnung auf mehr Frieden in der Welt.
Bürgermeister Matsui aus Hiroshima äußerte in einer Grußbotschaft an die Pacemakers den Wunsch „als weltweiten Impuls für die Abschaffung von Atomwaffen, Gastgeber der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag im Jahr 2015 zu sein.“ Er wolle damit erreichen, „dass jeder die furchtbaren Schäden an Menschen, die durch Atomwaffen verursacht werden, versteht und den Wunsch der Hibakusha (der Atombombenopfer“) vollständig teilt, den „Wunsch nach Frieden zu verbreiten“. In einem gemeinsamen Aufruf der Pacemakers, der Kampagne „unsere zukunft atomwaffenfrei“ und der Bürgermeisterbewegung Mayors for Peace, in der 4.800 Städte weltweit Mitglied sind, darunter fast 400, in Deutschland wird von der Bundesregierung erwartet, „den Abzug der letzten in Deutschland verbliebenen Atomwaffen endlich durchzusetzen, so wie es vom Bundestag im März 2010 einhellig gefordert wurde.“
Dank an alle Radfahrer, die Begleiter, die Polizei, die Schirmherren, Friedensinitiativen und Sponsoren.
Und hier gibt´s erste Fotos.
Der 8. Pacemakers-Radmarathon findet am 4. August 2012 statt. Alle Infos gibt es hier ab Februar 2012.
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